Ein Nichts im Kopf

Es gibt diese Tage, da frage ich mich, wozu bin ich überhaupt noch da. Ich stehe im Weg, allen voran mir selbst. Ich weiß mit mir selbst nichts anzufangen und ich weiß, dass andere das auch über mich denken. Die Pläne, Ideen und Träume, die ich vor ein paar Wochen noch hatte, sind weg. Im Kopf herrscht das Nichts. Das Nichts ist eine gefühlte Spirale in die Tiefe. Beim Blick nach oben, wird es das helle Licht immer mehr zu einem kleinen Punkt, der in immer weiterer Ferne liegt.

Die innere Dunkelheit, das Gefühl nichts erreichen zu können, nichts gebacken zu bekommen, nimmt immer mehr überhand. Ich liege stundenlang auf der Couch und starre an die Decke, zeitverloren, momentverloren gedankenverloren. Ich etappe mich immer wieder bei dem Gedanken, was wohl wäre, wenn es mich einfach nicht mehr gäbe. Würde es einen Unterschied machen? Wie lange würde es wohl dauern, bis ich vergessen werde? Sicherlich, einige würde es freuen und einige würden trauern, aber auch das wäre irgendwann ein ferner Punkt im Gedächtnis.

Ich bin froh, dass ich einen Anker in dieser Welt habe, der mich hält, wenn ich abzudriften drohe, auch wenn es für sie alles andere als einfach ist mit mir als zusätzlichen Ballast in ihrem Leben. Für sie versuche ich ein normales Leben zu führen. Mit täglichen Aufgaben, die ich mir gebe um ihr Leben erträglicher oder einfacher zu machen. Ich setze oft eine Maske auf um ihr nicht noch mehr Sorgen zu machen, auch wenn diese ab und zu verrutscht und die Panikattacken und Angstschübe zum Vorschein kommen.

Ab und zu sitze ich dann da, weine und zittere, möchte brüllen und vergraben, möchte liegen und wegrennen, möchte halten und gehalten werden. Alles gleichzeitig und doch fühle ich mich wie ein Mensch, der einsam in einem dichten Wald sitzt und die Hände im Kopf vergräbt. Als würde ich mich verlieren.

Erstellt mit KI

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